Stell dir vor, du sitzt in einem Café an der Côte d’Azur, genießt ein Croissant und hörst den besonderen Klang der französischen Sprache um dich herum. Oder du wanderst durch die historischen Straßen von Rom und bestaunst die vielen Sehenswürdigkeiten, während du deine Italienischkenntnisse vertiefst. Vielleicht sitzt du auch einfach am Meer und lernst Vokabeln, während die Wellen im Hintergrund rauschen. Sprachreisen bieten nicht nur die Möglichkeit, eine neue Sprache zu lernen, sondern auch, auf ganz besondere Art und Weise in eine fremde Kultur einzutauchen. Und das Beste daran: Du kannst diese Erlebnisse mit dem Job verbinden.
Wie das geht? Indem du eine Sprachreise unternimmst und diese als Bildungsurlaub nutzt!
Bildungsurlaub – was ist das genau?
Bildungsurlaub bietet eine großartige Möglichkeit sich weiterzubilden, ohne dafür den eigenen Jahresurlaub zu opfern. Ob Sprachkurs am Meer, digitales Know-how oder Persönlichkeitsentwicklung – das Angebot ist vielfältig und eröffnet spannende Chancen zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Du nimmst eine kleine Auszeit vom Arbeitsalltag und erlernst gleichzeitig neue Fähigkeiten, die deine Karriere voranbringen können.
In den meisten Bundesländern haben Arbeitnehmer:innen das Recht auf bis zu fünf zusätzliche freie Tage pro Jahr, um an anerkannten Weiterbildungen teilzunehmen. Einzige Voraussetzung: Eine Betriebszugehörigkeit von mindestens sechs Monaten.
Wie wäre es mit einer Sprachreise?
Sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln, während man reist, ist eine spannende Kombination. Sprachreisen als Bildungsurlaub sind dabei besonders attraktiv, da sie helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und kulturelle Kompetenzen zu stärken. Zudem kehrst du mit frischen Ideen und neuer Energie an deinen Arbeitsplatz zurück. Eine Sprachreise bringt frischen Wind in den Lernalltag: Neue Vokabeln im Morgenkurs, spannende Entdeckungen am Nachmittag und ganz nebenbei das Sprachgefühl vertiefen, während Kultur und Land erlebt werden. Statt nur Theorie gibt es echte Gespräche mit Einheimischen, Erfolgserlebnisse beim Bestellen im Café oder beim Plaudern auf dem Markt. So verbindet man Reisen und Weiterbildung optimal. Und neben besseren Sprachkenntnissen bleiben Erinnerungen an inspirierende Begegnungen, die noch lange nachwirken.
Sprachkurs und Bildungsurlaub: So klappt’s!
Damit dein Sprachkurs als Bildungsurlaub anerkannt wird, muss er einige Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel sollte der Kurs mindestens 30 Stunden pro Woche umfassen und von anerkannten Anbietern durchgeführt werden. Außerdem muss ein beruflicher Bezug erkennbar sein – das heißt, du solltest das Gelernte in deinem Job nutzen können. Aber keine Sorge, das bedeutet nicht, dass nur Business-Englisch erlaubt ist. Auch allgemeine Sprachkurse können anerkannt werden, solange sie die beruflichen Fähigkeiten erweitern.
In den meisten Bundesländern stehen Arbeitnehmern fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr zu. Das Beste: In einigen Bundesländern kannst du die Tage auf zwei Jahre ansparen und dann gleich zehn Tage am Stück nutzen! Perfekt für eine intensive Sprachreise oder eine längere Weiterbildung.
Wer übernimmt die Kosten?
Die Kosten für den Sprachkurs und eventuelle Reisekosten musst du selbst tragen. Allerdings kannst du diese Ausgaben in deiner Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Während des Bildungsurlaubs erhältst du weiterhin dein Gehalt, was die finanzielle Belastung etwas mildert.
Bildungsurlaub genehmigt! Mit diesen Tipps stehen die Chancen gut
Bildungsurlaub ist für jeden gedacht und immer eine gute Idee. In den meisten Fällen wird der Antrag auch genehmigt – vor allem, wenn man gut vorbereitet ist. Damit alles reibungslos klappt, solltest du die Fristen im Blick behalten und sicherstellen, dass dein Kurs offiziell anerkannt ist.
Natürlich gibt es Situationen, in denen der Arbeitgeber den Antrag ablehnen kann, etwa bei akutem Personalmangel oder wichtigen Projektfristen. Aber keine Sorge: Oft lassen sich Lösungen finden, sei es durch eine frühzeitige Planung oder einen alternativen Zeitraum. Ein offenes Gespräch mit deinem Arbeitgeber hilft, gemeinsam eine Lösung zu finden, damit du deine Weiterbildung wahrnehmen kannst.
Diese Bundesländer machen’s möglich
In den meisten Bundesländern kann Bildungsurlaub für eine Sprachreise beantragt werden. Dazu gehören Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen gelten ähnliche Regelungen nur für den öffentlichen Dienst.
Fazit
Wer angestellt ist und dessen Bundesland ein Bildungsurlaubsgesetz hat, kann diese Chance nutzen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, muss der Arbeitgeber den Antrag genehmigen. Bildungsurlaub ist also ein echtes Win-Win: Wissen tanken, den Horizont erweitern und mit frischen Ideen in den Job zurückkehren!
Weitere Infos gibt’s auch unter www.travelworks.de/bildungsurlaub